Schöne weiter weg Bilder:
Golden Gate

Bild von h.koppdelaney
Golden Gate
Peace is the next step.
Peace with yourself.
HKD
Falls Mystik interessiert:
Wie entsteht das stille Lächeln auf den Lippen?
Der goldene Weg zu deinem Wesenskern
Du bist das Zentrum deiner Welt. Kein Staat, kein Volk, kein Mensch, niemand ist für dich wichtiger als du selbst. Natürlich gibt es während der Jugendjahre den dringenden und drängenden Wunsch, jemanden – oder etwas, z. B. eine Ideologie – wichtiger zu nehmen als sich selbst, und diese Phase ist mehr als angebracht, denn sie erzeugt das Leben. Für die meisten Kinder beginnt es leidvoll, weil abhängig von lebensnotwendigen Umständen und begrenztem Spielraum.
Jeder Mensch hat Erzieher, Autoritäten, die Anpassungen an gesellschaftliche Normen verlangen. Anpassung ist zwar notwendig aber unbequem. Doch nicht nur darum entsteht der Wunsch nach Freiheit, da gibt es noch das Heimweh, das der „Großen Mutter“ oder dem „Jenseits“ gilt. Die Sehnsucht nach Auflösung des mühseligen Lebens ist mächtig und drängend, vor allem wenn es leer und sinnlos erscheint. Doch was ist der Sinn? Du.
Der Sinn deines Lebens ist der, herauszufinden, wer du wirklich bist. Du wirst überrascht sein, denn es ist ganz anders, als du es dir vorstellen kannst. Vorstellungen greifen auf etwas Bekanntes zurück. Dein Wesenskern aber ist dir unbekannt. Wäre er dir bewusst, würdest du nicht suchen, nicht hoffen, nicht sehnen.
Deinem Wesenskern entspringt deine ganze Welt. Das ist in der Hektik des Alltags nicht zu erkennen. Durch Ruhe und Stille – dem goldenen Weg – kommst du deinem Wesenskern näher. Durch Verwicklungen und Stress entfernst du dich. Entfernung vom Wesenskern nenne ich Ego. Je stärker das Ego, je steiler eine Karriere, umso weiter ist die Entfernung von deiner Essenz.
Je näher du dem Wesenskern bist, umso weniger aggressiv bist du. Innere und äußere Widerstände lösen sich auf. Ehrgeiz fällt ab. Du kannst darauf verzichten, wahrgenommen zu werden. Du brauchst kein Publikum und keinen Applaus, denn du bestätigst dich selbst ganz automatisch und einfach darum, weil du es spürst – dich spürst. Du spürst deine Eitelkeit lässt nach und der dringende Wunsch, etwas Besonderes in den Augen anderer Menschen sein zu wollen. Der gute alte Drang nach Selbstbestätigung gilt dem Ego. Die Selbstbestätigung, die aus deinem Inneren kommt, wird schließlich deine tragende Gewissheit und Erlösung.
Schließlich? Ja. Ich weiß nicht wie lange das für dich dauert. Wochen, Monate, Jahre oder gar Jahrzehnte. Menschliche Wege durchlaufen Samsara, die Matrix oder die Alltagswelt. Die Namen für den diesseitigen Bereich des Lebens sind irrelevant, einzig und allein geht es darum zu verstehen, dass es einen jenseitigen gibt, der aber nicht als örtlich zu verstehen ist.
Wenn Mystiker davon sprechen, dass das Paradies und diese Welt identisch sind oder sagen, das Paradies liegt in dir, dann wird deutlich, dass es eine „paradiesische“ Sichtweise und eine „alltägliche“ gibt.
Die alltägliche ist das in sich selbst zerstrittene Ego, der innere Widerspruch, der Zweifel und der ständige Versuch, die Unsicherheiten zu vermeiden. Die paradiesische ist das erlöste Bewusstsein, befreit von inneren Zwängen und Zweifeln, befreit von der dualistischen Sicht von gut und böse und tanzend auf der Unsicherheit. Sagte nicht Sokrates: „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“
Wie kommt man dahin? Wie erreiche ich die befreiende Mitte, das mittlere Bewusstsein und mit ihm die erlösende Relativität der Prinzipien?
Durch Versöhnung mit den ungeliebten Aspekten des eigenen Wesens. Bist du versöhnt mit deinen Trieben? Alle Süchte sind Ausdruck deiner Begierde. Alle Begierden treiben dich an. Liebst du dich oder verurteilst du dich? Willst du dich noch weiter verbessern? Der Ehrgeiz sich bessern zu wollen ist in der Jugend angebracht, vor Eintritt in den mystischen Bereich aber steht an der Garderobe: Bitte legen Sie hier ihren Ego-Mantel ab.
Es gibt viele Pfade, die bis an die Schwelle zum mystischen Bereich führen. Wer das „Gralsgebiet“ betreten will, wird – wie Parsifal – aufgefordert, seine Waffen (Ego, Macht, Aggression) abzulegen. Werde dir über deine „Waffen“ bewusst. Womit kämpfst du? (Gegen andere und dich selbst). Verurteilung bzw. Selbstverurteilung?
Auf dem Pfad der Meditation, dem Pfad der Stille und der Ruhe kommst du deinem Wesenskern näher und entdeckst erst einmal deine Emotionen, dein Denken und Planen, Hoffen und Sehnen und genau das ist erwünscht. Analysiere dich und suche schließlich die große Stille, das Nicht-Denken, das reine, kindliche Sein. So entsteht das Lächeln auf den Lippen.
HKD
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HKD
PA220171

Bild von Ole1981
Auf dem Weg vom Grossen Bazar zum Ufer des Goldenen Horn liegt der Gewürzmarkt. Hier werden frische Gewürze, Tee, Fleisch und "Turkish Delight" angeboten.
Auch ausserhalb des Bazars ziehen sich die Händlerstrassen weiter bis hinunter zum Goldenen Horn.
Istanbul, Türkei – Oktober 2008
Schlag ins Gesicht

Bild von all martn
Ich biege von der Straße in den 601 ein und knapp 100 Meter weiter finde ich mich völlig unvermittelt am Boden wieder. Unkonzentriertheit nach der Windbruchodyssee oder einfach nur eine unglückliche Linie… ohne Vorwarnung bleibt das Vorderrad stehen und das Bike wirft mich nach vorne ab. Und das in einer völlig harmlosen Passage, wenn ich daran denke, was ich in den letzten Tagen so gefahren bin.
Das Gesicht am steinübersähten Boden, Blutgeschmack im Mund, das Rad in den Beinen verheddert. Sofort schießen mir Gedanken an die Bergrettung durch den brummenden Schädel. Dann rapple ich mich auf, räume das Rad vom Weg und untersuche mich selbst nach Schäden. Die Nase blutet und fühlt sich mitsamt der Jochbeine etwas zerhauen an. Beine und Arme scheinen in Ordnung. Zähne sind vollzählig und unversehrt. Am Helm ist das Visier abgerissen, die Brille ist intakt. Nichts lebensbedrohliches, also lasse ich das Telefon im Rucksack und setze mich erst einmal hin um mich zu sammeln und Adrenalin abzubauen..
Eine Viertelstunde später nutze ich die Kamera als Spiegel um zu schauen, ob sich sichtbare Schäden ausgebildet haben. Der Aufprall ist im Gesicht noch deutlich zu spüren, aber es ist nichts blau, geschwollen oder gar deformiert.
Da ein Bremshebel einen heftigen Schaden erlitten hat und ich mir nach dem Schock auch keine sichere Weiterfahrt im anspruchvollen Gelände zutraue, entschließe ich mich, die Straße runterzurollen.